Bosse wächst in Stockholm bei seinen Pflegeeltern Tante Edla und Onkel Sixten auf, die
eigentlich lieber ein Mädchen gehabt hätten. Er ist sehr unglücklich und fühlt sich ungeliebt.
Seine richtige Mutter ist bei seiner Geburt gestorben und wer sein richtiger Vater ist, weiß er
nicht. Tante Edla ist aber sicher, dieser könne nur ein Lump gewesen sein. Gut, dass Bosse
seinen besten Freund Benka hat, der ihn lieb hat und versteht. Und so einen Vater wie den
von Benka, den hätte Bosse auch gerne. Einen, für den er das Wichtigste auf der Welt ist, der
mit ihm lacht und spielt und Modellflugzeuge baut. Von Onkel Sixten wird er immer nur
geschimpft.
Eines Abends trifft Bosse Tante Lundin, bei der er manchmal einkauft, und die immer sehr
nett zu ihm ist. Dadurch verändert sich Bosses Leben schlagartig, und er gelangt in ein fernes
Land, in dem alle schon auf ihn warten.
Er heißt nämlich gar nicht Bosse, sondern Mio, und sein Vater, der König ist im Land der
Ferne, erinnert ihn tatsächlich ein bisschen an Benkas Vater. Er ist überglücklich, besonders
als er seinen neuen Freund Jum-Jum kennenlernt. Aber je weiter die beiden Jungen
zusammen die Umgebung erkunden, und je mehr Menschen sie begegnen, desto mehr
beginnt Mio zu verstehen: Es gibt auch Angst im märchenhaften Land der Ferne. Warum
sonst sollte der schwarze Vogel so traurig singen und Mios Vater, der König, so wehmütig
klingen?
Und als Mio die Wahrheit über den grausamen Ritter im Nachbarland erfährt, ist ihm klar: nur
ein Königssohn wie er kann die Menschen von Ritter Kato befreien. Und so macht er sich mit
seinem Freund Jum-Jum auf eine abenteuerliche und gefährliche Reise, um das Böse zu
besiegen.
Astrid Lindgrens Geschichte aus dem Jahr 1954 nimmt uns mit auf eine wahrlich
märchenhafte Reise: Wo sonst trifft man auf goldene Äpfel, freundliche Flaschengeister,
flüsternde Brunnen und andere wunderbare Helfer in scheinbar ausweglosen Situationen?
Und das wohl Märchenhafteste ist: Am Ende wird alles gut!